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Joe McNallys Licht-Tipps: Teil 4

geschrieben am 12. Mai 2009 von Pia Kleine Wieskamp
Joe McNally ist seit über 3o Jahren als international anerkannter Fotograf u.a. für National Geographic, Sports Illustrated, den Magazinen Life , Time New York , Geo, New York Stock Exchange, Sony, General Electric, Nikon tätig.
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Er erteilt in seinem Buch “Der entscheidende Moment“ Licht-Tipps (lesen Sie auch Joe McNallys Lich-Tipps Teil1, Teil2 & Teil 3):
Zum jetzigen Zeitpunkt in meiner Karriere kann ich Ihnen nur empfehlen: Machen Sie das nicht als Beruf. Pfeifen Sie auf alle Stundenpläne an Ihrer Fotografie-Schule, die Ihnen beibringen wollen, wie Sie Ihr Zen-Zentrum finden, und studieren Sie etwas Richtiges.
(Aber wenn Sie das lesen, ist es womöglich schon zu spät.)  

 6. Merken Sie sich als Auftragsfotograf: Ein “Oh Shit” löscht drei “Gut gemacht”. (“Oh Shit” spricht der Auftraggeber.)

7. Das Schwerste am Beleuchten ist, etwas NICHT zu beleuchten.
Hier geht es um die Kontrolle. Es ist kompliziert und aufwändig, das Licht zurechtzubiegen und verschiedenartige Schatten, Farben und Farbtöne in unterschiedlichen Bildbereichen unterzubringen. Fahnen, Pappen, Wabenraster, Lichtklappen, Gelfolien oder die an die Lichtquelle geklebte Tischdecke helfen, die Photonenexplosion zu steuern, die beim Blitzen
entsteht. Wenn Sie so arbeiten und das auch üben, werden Sie schnell feststellen, dass Sie zwei Personen im selben Bild verschieden ausleuchten können.
Eine gute Regel zur Regel: Wenn etwas interessant aussehen soll, beleuchten Sie es nicht komplett.

8. Eine weisse Wand kann Freund oder Feind sein.
Weiße Wände sind klasse, wenn Sie leichte, aufgehellte Resultate brauchen. Sie sind tödlich, wenn Sie jemanden dramatisch und mit Schatten zeigen wollen. Ich habe immer ein paar zugeschnittene Rollen schwarzes Velourpapier dabei (auch Flocking Paper), das, wenn
man es an die Wände klebt, aus einem normalen Büro ein schwarzes Loch macht und als Lichtfalle agiert. So können Sie wie gewünscht beleuchten.

9. Experimentieren Sie! Sie sollten entweder ein mentales oder ein echtes Notizbuch voller Dinge haben, die Sie probiert haben und die funktionieren. Das heißt nicht, dass Sie immer dasselbe tun sollen. Im Gegenteil. Aber vor allem, wenn es schnell gehen muss, müssen Sie die notwendigen Teile und Einstellungen aus dem Ärmel schütteln können, so dass sich Ihr Gehirn mit dem Aussehen des Fotos beschäftigen kann. All die lustigen Blitzköpfe, Battery-Packs und Lichtständer dürfen nicht Ihr Denken blockieren. All das dient lediglich als Hilfe, dem Foto ein gewisses Gefühl zu vermitteln und Ihre Bildaussage zu kommunizieren.

10. Leuchten Sie nicht alles gleich aus!
Langweilig! Ein enger Verwandter von Nummer 9! Clint Eastwood muss anders beleuchtet werden als, sagen wir, Pamela Anderson.

11. Wenn Sie den Auftrag haben, diese Leute zu fotografieren, brauchen Sie meine Tipps nicht.

Genug geredet! Viel Glück!

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Und nun noch ein Link zum Schnupperkapitel des neuesten buches von Joe McNally “The Hot Shoe Diaries“.

Ihr JOE McNally

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